Achtsamkeit in der therapeutischen Beziehung – auf der Grundlage des Neuroaffektiven Beziehungsmodells NARM
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march, 2016

18mar(mar 18)17:0011sep(sep 11)15:00Achtsamkeit in der therapeutischen Beziehung – auf der Grundlage des Neuroaffektiven Beziehungsmodells NARM Event TagsBerlin

Event Details

 

Der Schwerpunkt der Workshops liegt auf der achtsamen Wahrnehmung der therapeutischen Beziehung im Hier und Jetzt. Anhand der NARM Methode werden Wege dargestellt, wie es möglich ist, eigene Reaktionen und Emotionen, Widerstände, Lebendigkeit und Beziehungsfähigkeit in unserer täglichen therapeutischen Arbeit insbesondere aufgrund von körperlichen Reaktionen wahrzunehmen und direkt therapeutisch zu nutzen.

Die Inhalte des Workshops werden vorwiegend anhand von praktischen Übungen und Supervisionen vermittelt. Anhand von Beispielen aus dem therapeutischen Alltag der Teilnehmer werden konkrete Möglichkeiten der Anwendung der NARM Methode in der therapeutischen Beziehung vermittelt. In den zwei Wochenenden wird ausreichend Zeit vorhanden sein, über eigene Erfahrungen in den Übungen und im Umgang mit Patienten zu sprechen und sich auszutauschen.

Das von Laurence Heller entwickelte NeuroAffective Relational Model, NARM ist ein umfassender Ansatz für die Arbeit an Entwicklungs-, Bindungs- und Schocktraumen, bei dem die Betonung auf der therapeutischen Arbeit im Hier und Jetzt liegt. Die ressourcenorientierte Methode ist eine auf somatischen Grundlagen basierende Psychotherapie, die Stärken, Fähigkeiten und Resilienz betont, die Fähigkeit zur achtsamen Selbstwahrnehmung fördert und die Entwicklung eines gesünderen Selbstbildes ermöglicht.

 

Das NARM-Modell

  • bildet einen integrierten Ansatz mit therapeutischer Ausrichtung auf das Nervensystem und auf die Beziehungsebene
  • ermöglicht entwicklungspsychologisch sinnvolle klinische Interventionen basierend auf achtsamer Beobachtung somatischer Phänomene in der therapeutischen Beziehung
  • setzt klinisch an der Nahtstelle zwischen psychologischen Problemstellungen und dem Körper an. Hierbei ermöglicht es uns Therapeuten den Zugang zu einer achtsamen Wahrnehmung unserer Emotionen und Körperreaktionen als Basis für Interventionen, die die Selbstregulierungsfähigkeiten des Körpers der Patienten und von uns selbst unterstützen.

 

Fünf organisierende Prinzipien in der therapeutischen Beziehung

Es gibt fünf zentrale Ressourcen, die sich darauf auswirken, wie gut es uns gelingt, im Hier und Jetzt in der therapeutischen Beziehung bei uns selbst und bei unseren Patienten zu sein:

  • Kontakt: Wir als Therapeuten sind in Kontakt mit unserem Körper und unseren Gefühlen und hierdurch imstande, durchgängig die therapeutische Beziehung zu gestalten.
  • Einstimmung: Wir als Therapeuten wissen, was wir brauchen, und sind in der Lage auf unsere Patienten achtsam einzugehen. Fürsorge, Zuwendung sowie Lebendigkeit in der therapeutischen Beziehung werden ermöglicht.
  • Vertrauen: Wir haben ein inhärentes Selbstvertrauen in uns als Therapeuten und Zutrauen zu unseren Patienten. Wir fühlen uns sicher genug, um uns auf die therapeutische Beziehung einzulassen und ermöglichen unseren Patienten, sich auf sich selbst und uns als Therapeuten zu verlassen.
  • Autonomie: Wir können in der therapeutischen Beziehung klare Grenzen wahrnehmen und setzen.
  • Therapeutische „Liebe“: Unser Herz ist offen und wir sind in der Lage eine fürsorgliche und „liebevolle“ Beziehung zu uns selbst und unseren Patienten aufzubauen.

 

In dem Umfang, in dem diese fünf Grundbedürfnisse in der therapeutischen Beziehung erfüllt sind, bleiben wir im Fluss und in gutem Kontakt mit uns selbst. Wir begegnen unseren Patienten mit einem Gefühl der Sicherheit und mit Vertrauen.

 

Date

March 18 (Friday) 17:00 - September 11 (Sunday) 15:00

Location

Zentrum für seelische Gesundheit

Kurfürstendamm 216 • 10719 Berlin

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